image


image

image

anwenderhandbuch

laufbandtherapie in der rehabilitation

Verfasserin:

Dr. Cornelia Schlick Physiotherapeutin

Anwendungsspezialistin für Ganganalyse und -therapie


Version: 20. April 2021


Das Urheberrecht an diesem Dokument, den Medien, dem Design, der Software und dem geistigen Eigentum liegt bei der h/p/cosmos sports & medical gmbh, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben.

WARNUNG: Alle Rechte vorbehalten. Unerlaubtes Kopieren, Reproduzieren, Einstellen, Verleihen, öffentliche Vorstellung und Ausstrahlungen sind verboten.

der zeit voraus®

Inhalt

  1. Zweck und Aufbau des Anwendermanuals 6

  2. Anforderungen an ein Laufband in der Rehabilitation 6

  3. Vorteile der Laufbandtherapie in der Rehabilitation 8

  4. Dynamisches Gewichtsentlastungssystem: airwalk® ap 9

    [4A] Aufbau und Funktion 9

    [4B] Einsatzgebiete 9

    [4C] Anlegen der Weste bzw. Hose 10

    [4D] Einstellen des airwalk® ap 11

  5. Aktiver Gangtrainer: robowalk® 12

    [5A] Aufbau und Funktion 12

    [5A] Einsatzgebiete 13

    [5B] Einstellung des robowalk® 13

    [5C] Anlegen der Manschetten und Expanderzüge 16

  6. Übungen für die Laufbandtherapie bei neurologisch- und orthopädisch-bedingten Gangstörungen 18

    [6A] Übungen nach Schwierigkeitsgrad 18

    [6A1] Schwierigkeitsgrad 1: Gehen bei komfortabler Geschwindigkeit, mit Unterstützung durch das Gewichtsentlastungssystem und unter Zuhilfenahme der Handläufe. 18

    [6A2] Schwierigkeitsgrad 2: Gehen bei sukzessiver Reduktion der Unterstützung 20

    [6A3] Schwierigkeitsgrad 3: Gehen in verschiedenen Geschwindigkeitssektoren 21

    [6A4] Schwierigkeitsgrad 4: Gehen in Gefälle und Steigung 21

    [6A5] Schwierigkeitsgrad 5: Vorwärts-, Seitwärts- und Rückwärtsgehen 22

    [6A6] Schwierigkeitsgrad 6: Integration kognitiver Dual Task-Aufgaben 22

    [6A7] Schwierigkeitsgrad 7: Integration motorischer Dual Task-Aufgaben 23

    [6A8] Schwierigkeitsgrad 8: Integration kombinierter Dual Task-Aufgaben 24

    [6B] Übungen mit dem aktiven Gangtrainer robowalk® 25

    [6B1] Übungen im Support Modus 25

    [6B2] Übungen im Challenge Modus 25

  7. Fallbeispiele 29

    [7A] Hemiparetische Gangstörung (z.B. Schlaganfall, traumatische Hirnverletzung) 29

    [7B] Paraparetische Gangstörung (z.B. Multiple Sklerose, traumatische Wirbelsäulenverletzung) 29

    [7C] Gangstörung nach operativem Einsatz einer Hüftgelenks-Totalendoprothese 30

  8. Literatur 31

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1. Verstellbarer Handlauf mit Armauflagen 6

Abbildung 2. Dynamisches Gewichtsentlastungssystem 6

Abbildung 3. Langer Handlauf mit verstellbaren Armstützen 7

Abbildung 4. Rollstuhlrampe 7

Abbildung 5. Steigungselement und Drehrichtungsumkehr 7

Abbildung 6. Aktiver Gangtrainer 8

Abbildung 7. Einpunktaufhängung ermöglicht Rotationen in alle Richtungen 9

Abbildung 8. Einpunktaufhängung 9

Abbildung 9. Anlegen der Weste im Stand 10

Abbildung 10. Anlegen der Weste im Sitz 10

Abbildung 11. Anziehen der Hose 11

Abbildung 12. Einstellen der Entlastungskraft 11

Abbildung 13. Längsholme mit Expanderpaaren vorne und hinten 12

Abbildung 14. Beinmanschetten (gelb: größter Umfang) und Armschlaufen 12

Abbildung 15. Wirkung der Expanderzüge 12

Abbildung 16. Einsatzmöglichkeiten des aktiven Gangtrainers robowalk® expander in den einzelnen Kategorien der international verwendeten Functional Ambulation Categories (FAC) 13

Abbildung 17. Zugkraft der Expander in Abhängigkeit des Zugwinkels 14

Abbildung 18. Zugkraft der Expander in Abhängigkeit der Position 14

Abbildung 19. Arretierung im Vorspannelement 14

Abbildung 20. Schwenken der hinteren Expanderträger 15

Abbildung 21. Verschieben der vorderen Expanderträger 15

Abbildung 22. Variation der Zugrichtung mit dem robomove® 16

Abbildung 23. Anlegen der Beinmanschetten 16

Abbildung 24. Training mit Armschlaufen 16

Abbildung 25. Abziehen des Karabiners 16

Abbildung 26. Expanderzüge an der Weste 17

Abbildung 27. Bestimmung des Schwierigkeitsgrades im Trainingsverlauf 18

Abbildung 28. Gehen im unteren Schwierigkeitsgrad mit medial eingestellten Armstützen und geringer Geschwindigkeit 19

Abbildung 29. Gehen mit Metronom 19

Abbildung 30. Farbliche Markierung 20

Abbildung 31. Einseitiges Festhalten 20

Abbildung 32. Festhalten an elastischen Bändern 21

Abbildung 33. Bergab gehen 21

Abbildung 34. Bergauf gehen 22

Abbildung 35. Vorwärts-, seitwärts- und Rückwärtsgehen 22

Abbildung 36. Stroop-Übung beim Gehen 23

Abbildung 37. Alternierende Kopfbewegungen nach links und rechts 23

Abbildung 38. Beim Gehen einen Korb tragen 24

Abbildung 39. Beim Gehen einen Ball werfen und fangen 24

Abbildung 40. Einseitige Anlage des aktiven Gangtrainers robowalk® im Support Modus 25

Abbildung 41. Hüftflexoren-Training ohne und mit Steigung 26

Abbildung 42. Hüftextensoren-Training (Glutealmuskulatur) 26

Abbildung 43. Hüftextensoren-Training (Ischiokrurale Muskulatur) 26

Abbildung 45. Hüftadduktoren-Training mit verschiedenen Expanderanlagen 27

Abbildung 46. Hüftabduktoren-Training mit verschiedenen Expanderanlagen 27

Abbildung 47. Knieextensoren-Training 27

Abbildung 48. Training der seitlichen Rumpfmuskulatur 27

Abbildung 49. Training der hinteren Rumpfmuskulatur 27

Abbildung 50. Training des aktiven Armschwungs 28


Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für beide Geschlechter.


Multimediale Unterstützung


Dieses Anwenderhandbuch wird zur besseren Visualisierung der einzelnen Übungen mit Videobeispielen unterstützt.

Unter einer Vielzahl relevanter Übung oder Abbildung finden Sie den passenden QR-Code zum Abscannen und die Verlinkung über einen Textlink. Diese führen Sie zum jeweiligen Beispielvideo.


image

image

image

image

image

image

Zusätzlich wurde eine YouTube-Playlist angelegt, in der Sie sich alle produzierten Videos der Reihe nach ansehen können. Hier die direkten Links zu der passenden Playlist auf











YouTube




h/p/cosmos Cloud
























tinyurl.com/mtfv2mkp




cloud.hpcosmos.com/s/robowalk_handbuch
















image


Warngefahrschild, Dreiecksrahmen gelb und schwarz Farbhintergrund

Achtung / Warnungen!

Lesen und befolgen Sie auch alle Warnhinweise und Gebrauchsanweisungen (Bedienungsanleitungen) der einzelnen betroffenen Medizinprodukte (Laufband, Gewichtsentlastungssystem, robowalk®, robomove®, etc.).


Die aktuellsten h/p/cosmos Bedienungsanleitungen/Handbücher: www.hpcosmos.com/manuals

Die aktuellsten h/p/cosmos Sicherheitsinformationen finden Sie unter: www.hpcosmos.com/de/sicherheit


Nichtbeachtung von Sicherheitshinweisen, bestimmungsgemäße oder verbotene Verwendung sowie nicht autorisierte Wartung oder fehlende Wartung und regelmäßige Sicherheitsüberprüfung können zu Verletzungen oder sogar zum Tod führen und das Gerät beschädigen. Außerdem führt dies zum Verlust von Haftung und Gewährleistung.


Bestimmungsgemäße Verwendung / Indikationen / Zielgruppe

Es ist nicht möglich, alle Indikationen, Zielgruppen (Alter, Geschlecht, Gewichtsklasse, Körpergröße) und Zielgruppen für Laufbandtraining und Laufbandtests aufzulisten, da die Indikationen, Zielgruppen und Nutzergruppen am ehesten den Empfehlungen für das Gehen und/oder Laufen auf dem Boden entsprechen. Das Laufband, robowalk® und Gewichtsentlastungssystem beinhalten keine Empfehlungen für die Behandlung und die Zielgruppe.


Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Entscheidung, die Geräte mit ihren potenziellen Risiken und Komplikationen für die Diagnose, Rehabilitation oder Therapie eines bestimmten Patienten einzusetzen, im Wesentlichen in der Verantwortung des medizinischen Personals liegt.


Das Urteil des klinischen Anwenders hingegen muss sich auf den aktuellen Stand der Medizinwissenschaft und die spezifische Situation des Patienten stützen. Die Indikationen, die Zielpopulation und die Zielnutzergruppen für Laufbandtests und - behandlungen sind vom Arzt festzulegen und müssen in erster Linie aus international anerkannten Leitlinien abgeleitet werden

Beispiele:

The NEW ENGLAND JOURNAL of MEDICINE Body-Weight–Supported Treadmill Rehabilitation after Stroke https://www.ctsi.ucla.edu/education/files/view/training/docs/dobkin-NEJM-BWSTT-after-stroke.pdf


American Academy of Family Physicians Foundation Physical Therapy and Rehabilitation Journal

Robotic-Assisted, Body-Weight–Supported Treadmill Training (BWSTT) in Individuals Following Motor Incomplete Spinal Cord Injury https://academic.oup.com/ptj/article/85/1/52/2805006


2020 ESC Guidelines on Sports Cardiology and Exercise in Patients with Cardiovascular Disease ESC European Society of Cardiology Clinical Practice Guidelines https://academic.oup.com/eurheartj/article/42/1/17/5898937


ACC/AHA Guidelines for Exercise Testing.

A Report of the American College of Cardiology/American Heart Association Task Force on Practice Guidelines (Committee on Exercise Testing) https://www.jacc.org/doi/pdf/10.1016/s0735-1097%2897%2900150-2


Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde auf die gleichzeitige Verwendung von männlichen und weiblichen Sprachformen verzichtet. Alle personenbezogenen Bezeichnungen gelten für beide Geschlechter gleichermaßen.

h/p/cosmos®, robowalk®, airwalk®, robomove® und diverse Laufband Modellnamen, wie pluto®, mercury®, quasar®, pulsar®, locomotion®, etc. sind eingetragene Marken der h/p/cosmos sports & medical GmbH, h/p/cosmos holding GmbH oder Franz Harrer.

[1] Zweck und Aufbau des Anwendermanuals‌


Das Anwendermanual dient als klinisches Nachschlagewerk für Nutzer von h/p/cosmos-Laufbandsystemen im Bereich Rehabilitation. Im ersten Teil wird das Laufband mit seinen für die Rehabilitation spezifischen Features vorgestellt. Dazu gehören zum Beispiel das Gewichtsentlastungssystem „airwalk® ap“ und der aktive Gangtrainer „robowalk®“. Im darauffolgenden Teil werden Übungen für die Laufbandtherapie bei neurologisch- und orthopädisch-bedingten Gangstörungen vorgestellt. Die Übungen sind nach ihrem Schwierigkeitsgrad gestaffelt. Daneben werden verschiedene Einstellungen des „robowalk®“ besprochen. Der dritte Teil beinhaltet einige Fallbeispiele, für die jeweils eine mögliche Behandlungseinheit aufgezeigt wird.


[2] Anforderungen an ein Laufband in der Rehabilitation‌


Aus klinischer Sicht sind folgende Spezifikationen des Laufbandsystems für einen Einsatz in der Rehabilitation sinnvoll bzw. erforderlich:

image


image


Abbildung 41. Hüftflexoren-Training ohne und mit Steigung


image image

image

image

image

Abbildung 42. Hüftextensoren-Training (Glutealmuskulatur)

Abbildung 43. Hüftextensoren-Training (Ischiokrurale Muskulatur)











Abb 42 YouTube




Abb 42 h/p/cosmos Cloud







image











https://youtu.be/JYftXc_C-FI




cloud.hpcosmos.com/s/robowalk_abb_42

























Abb 45 YouTube




Abb 45 h/p/cosmos Cloud







image











youtu.be/UsGjaM3C0I8




cloud.hpcosmos.com/s/robowalk_abb_45









image image

Abbildung 45. Hüftabduktoren-Training mit verschiedenen Expanderanlagen

image

image

image

image

image

image

image

image

Abbildung 44. Hüftadduktoren-Training mit verschiedenen Expanderanlagen










Abb 47 YouTube




Abb 47 h/p/cosmos Cloud










youtu.be/i9xOOUBtIe8




cloud.hpcosmos.com/s/robowalk_abb_47































Abb 48 YouTube




Abb 48 h/p/cosmos Cloud










https://youtu.be/o4Kns2mmgc0


























Abbildung 46. Knieextensoren-Training Abbildung 47. Training der seitlichen Rumpfmuskulatur


image image



image image

image

image

image

Abbildung 48. Training der hinteren Rumpfmuskulatur


Abb 49 YouTube

Abb 49 h/p/cosmos Cloud

youtu.be/heD8XtfYmlE

cloud.hpcosmos.com/s/robowalk_abb_49

cloud.hpcosmos.com/s/robowalk_abb_48

image


image


image

image

image

image

Abbildung 49. Training des aktiven Armschwungs












Abb 50 YouTube




Abb 50 h/p/cosmos Cloud
























youtu.be/AfIjwMs_ZxE




cloud.hpcosmos.com/s/robowalk_abb_50






























image

[7] Fallbeispiele‌


[7A] Hemiparetische Gangstörung (z.B. Schlaganfall, traumatische Hirnverletzung)‌


Frau F. ist 66 Jahre alt und lebt mit ihrem Mann in einer Eigentumswohnung im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses. Vor 3 Wochen erlitt sie einen Schlaganfall, der zunächst 14 Tage lang in einem Akutkrankenhaus behandelt wurde. Derzeit befindet sie sich in einer stationären Reha-Einrichtung. Als Folge des Schlaganfalls hat sie eine rechtsseitige Hemiplegie und eine motorische Aphasie. Die Beinmuskulatur der rechten Seite ist überwiegend von Paresen betroffen, aktuell ohne Spastik. Sie kann selbstständig stehen, zum Gehen benötigt sie einen Gehwagen und eine Hilfsperson. Ihr Mobilitätsstatus wird in die Kategorie 1 der Functional Ambulation Categories eingestuft.


Die Laufbandtherapie wird im Schwierigkeitsgrad 1 durchgeführt (s. Kapitel 6A1). Um die Gewichtsübernahme auf das rechte Bein zu ermöglichen, wird ihr Körpergewicht mithilfe des airwalk® ap um 10% entlastet. Die Armstützen sind körpernah positioniert, um einerseits eine Stabilisierung zu gewährleisten (vgl. Abbildung 28) und andererseits den betroffenen rechten Arm während des Gangtrainings adäquat zu lagern. Die Laufbandgeschwindigkeit beträgt 1,2 km/h. Diese wird gemeinsam mit der Patientin anhand ihres Fähigkeitslevels festgelegt. Am Rand des Laufbandes wird ein farbiger Marker angebracht, an dem sich die Patientin beim Setzen des rechten Schrittes orientieren kann (vgl. Abbildung 30). Aufgrund der starken Beeinträchtigung wird der Vorschwung des rechten Beines mithilfe des aktiven Gangtrainers unterstützt. Dazu wird der einseitige Support-Modus verwendet (vgl. Abbildung 40). Die Trainingsdauer beträgt zunächst 20 Minuten. Sitzpausen (mithilfe eines Hockers, der auf das Laufband gestellt wird), werden nach Bedarf eingelegt.


[7B] Paraparetische Gangstörung (z.B. Multiple Sklerose, traumatische Wirbelsäulenverletzung)‌


Frau B. ist 42 Jahre alt und lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern in einer Erdgeschosswohnung am Stadtrand. Als sie 27 Jahre alt war, wurde bei ihr eine Multiple Sklerose vom schubförmigen Typ diagnostiziert. Der Grad der Behinderung wird auf der EDSS-Skala aktuell als 5.0 eingestuft. Sie kann eine Strecke von 100 Metern mit einem Walkingstock und ohne Rast gehen. Zur Bewältigung weiterer Strecken nutzt sie ein Elektromobil. Die Hüft- und Knieextensoren sind beidseitig von leichten Paresen betroffen. Zudem zeigt sich tagesformabhängig eine Adduktorenspastik. Ihr Mobilitätsstatus wird in die Kategorie 3 der Functional Ambulation Categories eingestuft.


Die Laufbandtherapie wird im Schwierigkeitsgrad 3 und 4 durchgeführt (s. Kapitel 6A3 und 6A4). Beim Gehen auf dem Laufband benötigt sie keine Gewichtsentlastung, sondern lediglich eine Sturzsicherung. Um die Gangausdauer zu trainieren, werden über den Verlauf einer Therapieeinheit sowohl die Laufbandgeschwindigkeit als auch die Steigung progressiv erhöht. Über eine Dauer von 45 Minuten ändert sich die Geschwindigkeit von initial 3,0 km/h zu 3,8 km/h und die Steigung von 0° zu 5°. Der aktive Gangtrainer robowalk® kann dabei entweder im Challenge-Modus eingesetzt werden, um z.B. zusätzlich die Hüftabduktoren zu stärken (vgl. Abbildung 45), oder im Support-Modus den Beinvorschwung unterstützen, beispielsweise um einer vorzeitigen Ermüdung entgegenzuwirken (vgl. Abbildung 41).

[7C] Gangstörung nach operativem Einsatz einer Hüftgelenks-Totalendoprothese‌


Herr W. ist 71 Jahre alt., verwitwet und lebt im eigenen Haus mit großem Garten. Vor 14 Monaten wurde eine Hüftgelenks-Totalendoprothese auf der linken Seite eingesetzt. Nach einem günstigen Heilungsverlauf und intensivem Training sowohl in einer stationären Rehabilitationsklinik als auch in einer ambulanten Praxis besteht weiterhin ein Kraftdefizit im Bereich der Hüftabduktoren und daraus resultierend ein leichtes Duchenne-Hinken. Gelegentlich klagt er über lumbale Rückenschmerzen. Er empfindet Treppen gehen als mühsam und fühlt sich auf unebenem Untergrund etwas unsicher. Sein Mobilitätsstatus wird in die Kategorie 4 der Functional Ambulation Categories eingestuft.


Die Laufbandtherapie wird im Schwierigkeitsgrad 5-8 durchgeführt (s. Kapitel 6A5 - 6A8). Beim Gehen auf dem Laufband benötigt sie keine Gewichtsentlastung, sondern lediglich eine Sturzsicherung. Das Vorwärts-, Seitwärts- und Rückwärtsgehen (vgl. Abbildung) wird mit dem aktiven Gangtrainer robowalk® kombiniert, um eine Kräftigung der Beinmuskulatur zu erreichen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Training der Hüftabduktoren (vgl. Abbildung 45) und Hüftextensoren (vgl. Abbildungen 43 und 44). Zusätzlich wird die Rumpfmuskulatur in das funktionelle Training integriert (vgl. Abbildung 48). Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, können verschiedene kognitive, motorischen und kombinierte Dual Task-Aufgaben gestellt werden.

[8] Literatur‌


Abbasian S, Rastegar Mm M. Is the Intensity or Duration of Treadmill Training Important for Stroke Patients? A Meta- Analysis. J Stroke Cerebrovasc Dis. 2018 Jan;27(1):32-43. doi: 10.1016/j.jstrokecerebrovasdis.2017.09.061. Epub 2017 Nov 3. PMID: 29108807.


Holden MK, Gill K, Magliozzi MR, Nathan J, Piehl-Baker L. Clinical gait assessment in the neurologically impaired: reliability and meaningfulness. Physical therapy 1984, 64(1), 35-40.


Lamprecht S, Lamprecht H. Training in der Neuroreha – Medizinische Trainingstherapie, Sport und Übungen. 2015. Thieme Verlag


Mehrholz J (Herausgeber). Neuroreha nach Schlaganfall. 2011. Thieme Verlag


Mehrholz J, Kugler J, Storch A, Pohl M, Hirsch K, Elsner B. Treadmill training for patients with Parkinson Disease. An abridged version of a Cochrane Review. Eur J Phys Rehabil Med. 2016 Oct;52(5):704-713. Epub 2016 Mar 4. PMID: 26940123.


Mehrholz J, Thomas S, Elsner B. Treadmill training and body weight support for walking after stroke. Cochrane Database Syst Rev. 2017 Aug 17;8(8):CD002840. doi: 10.1002/14651858.CD002840.pub4. PMID: 28815562; PMCID: PMC6483714.


Polese JC, Ada L, Dean CM, Nascimento LR, Teixeira-Salmela LF. Treadmill training is effective for ambulatory adults with stroke: a systematic review. J Physiother. 2013 Jun;59(2):73-80. doi: 10.1016/S1836-9553(13)70159-0. PMID: 23663792.


Robinson AG, Dennett AM, Snowdon DA. Treadmill training may be an effective form of task-specific training for improving mobility in people with Parkinson's disease and multiple sclerosis: a systematic review and meta-analysis. Physiotherapy. 2019 Jun;105(2):174-186. doi: 10.1016/j.physio.2018.11.007. Epub 2018 Nov 15. PMID: 30876717.


Valentín-Gudiol M, Mattern-Baxter K, Girabent-Farrés M, Bagur-Calafat C, Hadders-Algra M, Angulo-Barroso RM. Treadmill interventions in children under six years of age at risk of neuromotor delay. Cochrane Database Syst Rev. 2017 Jul 29;7(7):CD009242. doi: 10.1002/14651858.CD009242.pub3. PMID: 28755534; PMCID: PMC6483121.

image

Sport / Leistungssport / Diagnostik



Sport

quasar®


image

image

Rad & Athletiktraining

saturn® med 300/100r


image

Leistungsdiagnostik

pulsar® med 3p

German Engineering since 1988

image


image image image image image

Inline Skating

saturn® med 300/125r


image

Fitness

pluto® / mercury® / quasar® / pulsar®

Funktionelles Training

pulsar® med 3p + robowalk®


image

Bewegungsanalyse

quasar® med

Skilanglauf Skating / Biathlon

saturn® med 450/300rs


image

Expandertraining

robomove®

Rollstuhl

saturn® med 300/125r


image

Fahrradergometer

torqualizer®

Schnelligkeitstraining / speedlab®

quasar® 3p


image

Biomechanik Ganganalyse

© 04/2023 h/p/cosmos [cos14963-01-app-man-de] Irrtum und Änderungen vorbehalten. h/p/cosmos ist zertifiziert nach ISO EN 13485 für medizinische Laufbänder.

Alle technischen Angaben, Beschreibungen, Ausstattungsvarianten und Abbildungen von Geräten, Optionen und Zubehör sind unverbindlich, stellen insbesondere keine zugesicherten Eigenschaften dar und können von Angebot und Lieferung abweichen.

Bluetooth®, Windows®, NFC und weitere Wortmarken und Logos sind eingetragene Marken. Alle Wortmarken, Logos und Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.

optogait


Rehabilitation


image image image image image

Aktive Gangkorrektur

Seniorenfitness

Orthopädische Rehabilitation Kardiologische Rehabilitation

Laufbandtherapie mit

robowalk® expander / mercury® med

mercury®

mercury® med / Unterarmauflagen /

airwalk® ap

mercury® med

Gewichtsentlastungssystem

airwalk® ap / mercury® med


image image

image

Angiologie

mercury® med

Ganganalyse / Biomechanik

gaitway® 3d mit Kraftmessung

Kardiopulmonale Diagnostik

/ CPET

mercury® med

Lokomotionstherapie

image

locomotion® med 150/50

Gehbarrentraining

parawalk®

Spezialanwendungen


image image image image


image


Klimakammern

quasar® med 3p mit

externem UserTerminal

Biomechanik

gaitway® 3d

Militär

quasar® Sonderversion

Schnelligkeitstraining

sprint trainer comet®

Leiterergometer Klettern / Feuerwehr

discovery®


image

h/p/cosmos Händler:

image


image

Hersteller

image

image h/p/cosmos sports & medical gmbh

Am Sportplatz 8

83365 Nussdorf-Traunstein

Germany

Telefon: +49 86 69 86 42 0

Fax: +49 86 69 86 42 49

image

image

image

sales@hpcosmos.com www.hpcosmos.com

image

image

Skype: @hpcosmos.com (Namen suchen & auswählen) Youtube: youtube.com/hpcosmos

Twitter: twitter.com/hpcosmos image Facebook: facebook.com/hpcosmos